Grundierung
Unter Priming versteht man den Einfluss eines früheren Reizes auf die nachfolgende Verarbeitung, Bewertung oder Reaktion, oft ohne dass man sich dieses Einflusses vollständig bewusst ist.
Definition
In der Psychologie bedeutet Priming, dass die vorherige Einwirkung eines Reizes spätere kognitive Reaktionen erleichtern oder steuern kann. Dabei kann es sich um Wörter, Bilder, Emotionen, Kategorien und Assoziationen handeln. Es lohnt sich, dieses Konzept mit Vorsicht zu verwenden, da nicht alle populären Behauptungen zum Priming gleichermaßen starke empirische Unterstützung haben.
Schlüsselideen
- Wirkung eines vorherigen Reizes
- Aktivierung von Verbänden
- Interpretierende Vorsicht
Praxis und Leben
Setzen Sie vor wichtigen Arbeiten bewusst Startreize: einen aufgeräumten Schreibtisch, ein bestimmtes Dokument, ein Ziel und das Ausschalten von Ablenkungen.
Häufiges Missverständnis
Es ist ein Fehler, Priming als magische Verhaltensmanipulation zu betrachten. Der Einfluss des Kontexts ist vorhanden, aber er hängt von den Bedingungen ab und funktioniert mechanisch nicht immer gleich.
> Was gerade passiert ist, kann die Art und Weise prägen, wie wir sehen, was jetzt ist.
> — Guru-Element
Fragen zur Selbstreflexion
- Welche Reize beeinflussen meine Stimmung und Denkweise?
- Wurde mir vor meiner Entscheidung etwas vorgeschlagen?
- Wie kann ich den Handlungskontext bewusst vorbereiten?